Liebesglück im Horoskop
In meiner astrologischen Beratungspraxis stehen die Fragen zu Liebe und Partnerschaft meist an erster Stelle. Was von der Werbe- und Unterhaltungsindustrie
idealisiert und als leicht und spielerisch dargestellt wird, gehört in Wirklichkeit zu den großen Herausforderungen, denen wir uns im Laufe des Lebens stellen
müssen. Gerade am Anfang einer jeden Beziehung sehen wir den Partner durch die "rosarote Brille". Für uns ist er der schönste, beste und edelste Mensch der Welt.
Ganz zu schweigen von seiner erotischen Ausstrahlung, die geradezu magnetisch ist.
Unbewusst drücken wir auf diese Weise eigene Hoffnungen, Erwartungen und
Vorstellungen aus. Das "Objekt unserer Begierde" spiegelt nur unser seelisches Streben nach Vervollkommnung wider. Um innerlich ganz zu werden brauchen wir
Begegnungen und Beziehungen mit anderen sowie die Bereitschaft, uns einzulassen und dadurch zu wandeln. Glück in der Liebe ist wie das Öffnen einer Tür zu tieferen
seelischen Ebenen, die uns freier und erfüllter machen.
Passen wir zusammen?
Bevor man zwei Horoskope miteinander vergleicht, muss man zuerst jeden Partner einzeln untersuchen, welche Erwartungen er an die Beziehung hat,
was seine generellen Beziehungsmuster sind und wo er in seiner biografischen Entwicklung im Augenblick steht. Wer beispielsweise gerade einen Pluto-Transit über
seinen Deszendenten hat, fühlt sich zu einem Partner mit Pluto- bzw. Skorpionbetonung hingezogen, auch wenn er von seiner Grundanlage her vielleicht lieber einem
Venus- oder Waagebetonten Partner den Vorzug geben würde. Beim Vergleichen beider Horoskope beginnt man mit der Sonne. Sie ist das eigentliche, umfassende
Vitalsymbol. Dabei prüft man, ob sich ein Winkel zwischen der Sonne des einen zur Sonne des anderen ergibt.
Zusammenspiel der Zeichen
Aufschlussreich ist auch das Zusammenspiel der
beiden Zeichen, die von den Sonnen besetzt werden. Sind sie ähnlich, also vom selben Element wie Krebs, Fische oder Skorpion, verträglich wie Krebs mit Stier
oder Jungfrau oder unverträglich wie Krebs mit Waage oder Widder? Eine ganz wichtige Frage ist, wie die Partner aufeinander wirken. Können sie ihre Anlagen
gegenseitig unterstützen, sich einander fördern oder zu der Person werden, die man gemäß seinem Naturell bereits ist? Oder blockiert die Sonne eines Partners
die Bemühungen und Bestrebungen des anderen? Nach der Sonne kommt der Mond dran.

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Die Wirkungen des Mondes
Mondthemen offenbaren die ungeschützten und bedürftigen Seiten von Beziehungen.
In diesem Bereich brauchen die Partner einander, um sich versorgt, beschützt und geborgen zu fühlen. Deshalb ist es aufschlussreich, aus welchem Haus die
Wirkungen des Mondes kommen und wohin sie zielen, nämlich welcher Lebensbereich angesprochen wird. Steht zum Beispiel der Mond des Partners im 5. Haus des
Fragenden, so würde der Partner durch seine Emotionen sehr intensiv auf die Liebeswünsche des Fragenden einwirken können.
Für das Gelingen von Beziehungen ist es notwendig, dass Paare sich gut miteinander verständigen können. Von daher sind Merkurthemen im Partnerhoroskop sowie
Verbindungen zum 3. Haus von großer Aussagekraft. Versteckte Machtkämpfe, Tabus und Geheimnisse, angezeigt durch Pluto, können das Miteinander erschweren.
Venus, Jupiter, Saturn, Mars, Neptun
Venusverbindungen legen dagegen dar, was die Partner aneinander attraktiv finden und wodurch sie sich gegenseitig angezogen fühlen. Jupiter weiß, wo und wie
die beiden Partner einander unterstützen und gegenseitig fördern. Unter saturnischen Gesichtspunkten gilt es Verpflichtungen einzugehen und Verantwortung zu
tragen, während Uranus für Dynamik, Sprengkraft, Freiräume und Luft zum Atmen sorgt. Neptun verleiht den Seelen Flügel und führt zur rauschhaften Verschmelzung
und Erlösung. Wie Marsthemen letztendlich gelebt werden, hängt weitgehend von den sexuellen Bedürfnissen, der Streitkultur und der Konfliktbereitschaft der
Partner ab. Ganz entscheidend bei der Deutung ist auch die Qualität der Aspekte.
Haben beide Partner das Gefühl, es sei Schicksal, dass sie sich getroffen haben,
dann sind meist starke Achsenverbindungen, Konjunktionen zwischen persönlichen Planeten oder ausgeprägte Mondknotenaspekte im Partnerhoroskop vorhanden. Da zum
Beispiel der absteigende Mondknoten Themen anzeigt, die einem vertraut erscheinen, wundert es nicht, dass Partner mit Planeten in diesem Bereich einem bekannt
vorkommen. Wenn einem im Partner das begegnet, was einem selbst sehr vertraut ist, entsteht schnell ein Gefühl von Schicksalhaftigkeit. Schicksal ist in
Partnerschaften jedoch nicht selten das, was einem im eigenen Auftrag in Form des Partners geschickt wird.

ASTROJOB Sonja Schön, Postfach 260142, 80058 München, Tel. 089-229654, www.astrojob.com
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